Das Grubenrettungswesen der Deutschen Demokratischen Republik

 

                                                          Baustelle


 

 

Tauglichkeit:

Die Tätigkeit in der Wehr ist ein Beitrag zur Verwirklichung des humanistischen Anliegens der sozialistischen Gesellschaft in der Deutschen Demokratischen Republik. Ausgehend von dem Bestreben, ihren verunglückten Kollegen zu helfen und Volkseigentum zu erhalten. Es konnten nur solche Werktätigen Mitglieder in einer Wehr werden, die das 21. Lebensjahr erreicht haben und nicht älter als 35 Jahre waren. Mitglieder der Grubenwehr die das 50. und Mitglieder der Gasschutzwehr die das 55. Lebensjahr erreicht hatten, durften nicht mehr mit einem Atemschutzgerät eingesetzt werden.

Gerätewarte:

Gerätewarte, die aus dem Kollektiv einer Wehr hervorgegangen sind, mussten aufgrund ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit geeignete Facharbeiter sein.

 

Gruppenführer:

Die Gruppenführer der Wehren gehen in der Regel aus dem Kreis der Wehrmänner, die über reichlich Erfahrungen und Kenntnisse im Grubenrettungs und Gasschutzwesen verfügen. Sie sollten leitende ingenieurtechnische Mitarbeiter ihres Betriebes sein.

Oberführer:

Oberführer und stellvertretende Oberführer gehen aus dem Kollektiv einer Wehr hervor. Sie mussten leitende ingenieurtechnische Mitarbeiter des Betriebes sein.

Wehrmitglieder werden nach 5.  10 und 15 Jahren Mitgliedschaft in einer Wehr das Treueabzeichen in Verbindung mit einer Prämie verliehen.

 

 

                                                         UKW-Sende-Empfangsanlage zur Alarmierung der Wehr

                                                                             Saugschlauchgerät Typ 15059

 

Der VEB  MLW -Stammbetrieb ( Medizin-Labor-und Wägetechnik ) produzierte die Regenerationsgeräte:

Typ 17108 für Grubenwehren

Typ 17110 und 17117  für den Atemschutz über Tage

 

                                                                      Regenerationsgerät Typ   1 7 1 0 8

 

                                       Vorderansicht

                                    Rückenansicht


                                                                              

                                                                           Universalprüfgerät Typ 51018

 

 

                                                                              Sauerstoffumfüllpumpe Typ SP-2

                             

                                                                          Wiederbelebungsgerät Typ 42006

 

                                                                                    Inhalationsgerät Typ 43012

 

                                                                             Grubenrettungswagen Typ GRW 1.

 

 

Stand 1957:

Die Grubenrettungsstellen der DDR werden neuerdings neben dem BG 160 A vor allem mit dem sehr ähnlichen MEDI-Gasschutzgerät Typ 494 ausgerüstet. In geringer Anzahl finden auf einigen Gruben noch Dräger-BG-Modell 1924 und das Auer-2-Gerät Modell 1926/27 Verwendung.

 

 

Das MEDI-BG-494 ist ein Kreislaufatemgerät dessen Kreislaufantrieb durch die Lungenkraft des Geräteträgers erfolgt. Der Flascheninhalt beträgt 300 l bei 150 atü Fülldruck. Die konstante Sauerstoffdosierung 1,5 l/min. Das Gewicht beträgt 18,5 kg.

 

 

 

Quelle: Handbuch für das Grubenrettungs-und Gasschutzwesen im Bergbau